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01.01.2030
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-Seven Eleven- a.k.a. -The Craps-Bike-

 Der Beginn der Erkrankung „Custom-Bike" kam bei mir mit der Sichtung eines Chopperrades beim Spaziergang mit Hund am Rhein. Da man ja heutzutage online ist, schnell mal bei EBay nachgeschaut, und siehe da, Chopperräder für kleines Geld mit 4,25 Zoll Hinterpelle. Bei meiner Suche in diversen Shops kam ich nicht auf einen vertretbaren Preis und hinten auf max. 3,0 Zoll.

Also gekauft, lange gewartet, letztendlich abgeholt, aufgebaut, langes Gesicht: das Teil war viel zu klein für meine 1,91 cm und ich sah aus wie ein Affe auf dem Schleifstein. Derweil hatte ich mich in einem anderen Cruiser-Forum registriert und wollte das Profil gleich wieder löschen in Anbetracht der Niederlage mit dem Bike, als mich ein „Verrückter" aus Düren (Streetfighter Franki) auf die Idee brachte es einem Amerikaner (One Adam Twelve) mit dem Umbau einer Stingray gleichzutun.

Da ich gelernter Industriemechaniker bin gleich ans Werk gemacht, Pläne gezeichnet, Bike zerlegt, geflext, geputzt, geschliffen etc. Die Rohre im Halbzeug-Fachmarkt besorgt, Rohrbieger bei EBay gekauft, Rohre gebogen und in der Mietwerkstatt zusammengebraten.

Die ersten Testfahrten zeigten schon früh, dass das Bike großes Headturner-Potenzial hatte, was auf dem Locster-Summerglide 2006 auch erhärtet wurde. Damals war das Bike noch unlackiert und war ein Single-Speed. Vorher hatte ich dem Bike noch eine 980mm Straight Handlebar aus dem Motorrad-Zubehör spendiert und um etwa 15° gebogen. Diamond-Griffe kamen auch noch dazu.

Die Mühen beim Cruise waren dann auch Anlass zum Kauf einer S&A Dreigang Nabe und dem entsprechenden Shifter aus den USA. Dessen Halteblech wurde dann neu angefertigt und an den Rahmen geschweißt.

Alle Schweißnähte wurden dann in fieser Handarbeit verputzt, geschliffen, verspachtelt, geschliffen und am Ende geprimert. Lackiert wurde anschließend im Garten meiner Eltern, freiluft, aufgehangen an einer Schaukel. Der Klarlack stammt vom Profi aus der Autolackiererei.

Gadgets wie die Finne, die auch zum tarnen der unter dem Fender angebrachten LED-Rückleuchte dient, die Gabelbrücke  aus 20mm Alu, handgefertigt, mit 5° Rake, der Ständer und der Shifterhebel im Loch-Design, die Würfel in Rahmenfarbe, die Frontlampe mit Visor und die Killer-Spikes kamen nach und nach im Laufe 2007 dazu.

Für den IFMA Ride 2008 wurden zusätzlich die Gabelrohre, der Shifterhebel und der Ständer mit Felgensilber lackiert, um Korrosion und schäbiger Optik vorzubeugen.

Im Großen und Ganzen ist das Bike jetzt so fertig, einzig die Felgen, die Gabel incl. Brücke, die Finne, die Spikes, der Shifterhebel und der Ständer müssten noch verchromt werden, wozu bisher das nötige Kleingeld fehlt.

An dieser Stelle möchte ich mich bei meiner Frau bedanken, die meine Spinnereien, Entwürfe und Verwürfe, Erfolge und Misserfolge und den finanziellen sowie zeitmässigen Aufwand bei diesem Projekt ohne großes Murren über zweieinhalb Jahre ertragen hat und mich immer ermutigt hat weiterzumachen - Danke!

Zuletzt:

Warum Seven-Eleven aka Craps-Bike? Eigentlich sollte zu dem Bike noch ein Beiwagen für   Kind/Hund/Bierkiste entstehen, in dem als Gadget ein Seven-Eleven-Tisch (Casino-Würfelspiel) in klein Platz finden sollte. Es blieb aber bisher bei der Idee und den Würfeln am Bike.

 

Wer die Story von Anfang an lesen will, in meinem Blog habe ich alles dokumentiert:

http://super-muscle-bicycles.blogspot.com ehemals http://stingray2spoiler.blogspot.com

 

Christoph a.k.a. Le Franzos a.k.a. Chuck Chirac
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